Zweiter Besuch im Alternativen Bärenpark Worbis

2016-10-15T11:06:34+00:00 29.08.2012|Categories: Ausflugsziele|Tags: |

Es war wieder ein verdammt heißer Tag und nach ca. 2 Stunden Autofahrt kamen wir auf dem Parkplatz des Bärenparks an. Dort erwartete uns überraschenderweise schon ein blauer Pfau. Wir nahmen an, dass dieser irgendwo ausgebrochen ist, aber nach Rücksprache mit dem Bärenpark-Personal lebt dieser Pfau in Freiheit und hält sich öfters auf dem Parkplatz auf.

Dann ging es auf in den Bärenpark. Zunächst kamen wir wieder an dem Meerschweinchen- und Schildkrötengehege vorbei. Bis auf ein Meerschwein zogen es die anderen vor die Zeit drinne zu verbringen. Und auch die Schildkröten suchten sich ein eher schattiges Plätzchen.

Auf dem „Bauernhof“ faulenzten die meisten Tiere in der Sonne. Nur 2 Ziegen spielten und kämpften etwas. Man merkte, dass es einfach zu warm war.

Als nächstes trafen wir auf den ersten Bären. Da wie diesmal pünktlich zur Fütterung ankamen, erlebten wir die Bären beim fressen. Bei meinem letzten Besuch bekamen wir nur ein paar wenige Bären zu Gesicht, diesmal hingegen sahen wir eine Vielzahl von Bären und Wölfen. Ungestört sah man die Bären spielen. Sogar beim Baden konnten wir einen Bären beobachten.

Kritik

Nachdem wir bei den Bären und Wölfen waren kamen wir beim Indianerfest an, dass an diesem Tag stattfand. Die Musik, die den ganzen Bärenpark beschallte lies bereits vermuten, dass dort was los ist. Es gab einige Grillstände (leider nichts veganes) und als Indianer verkleidete Kinder, Frauen und Männer. Auf einem abgesteckten Gebiet stand ein Pferd in der knallenden Sonne. Nach ein paar Minuten begann dann die „Show“. Ein „Indianer“ schwung sich aufs Pferd und zeigte einige einstudierte Stücke. Dabei stellte er sich aufs Pferd und lies sich fallen, lies das Pferd rückwärts laufen und sich verbeugen. Außerdem ritt er im Kreis, um mit Pfeilen auf ein Schafsfell in der Mitte zu werfen.

Natürlich ist dies kein ungewöhnliches Bild, schließlich werden Pferde häufig eingesetzt, um das Publikum zu unterhalten. Aber von einem Park, der sich dem Tierschutz verschrieben hat und mit einem Lehrpfad über die Rechte der Tiere informiert, erwarte ich solche Aktionen nicht.

Als ich einen Mitarbeiter des Bärenparks darauf ansprach, bat er mich darum, mich direkt an den Reiter zu wenden. Dann ging er desinteressiert ein Stückchen weiter. Der Reiter sagte mir, dass Pferde in unserer Gesellschaft keinen Nutzen mehr haben und wenn man mit Ihnen nicht solche Aktionen durchführen würde, würden sie vllt. als Pferdewurst enden. Außerdem versuchte er mir die Notwendigkeit zu erläutern, nämlich damit Kinder aus der Stadt auch mal ein Pferd kennen lernen. Den Unterschied zu den Bären rechtfertigte er, in dem er mir den Unterschied zwischen Wildtiere und Nutztiere erläuterte. Und als Nutztier ist es das vorbestimmte Schicksals des Pferdes auch „genutzt“ zu werden. Weiteren Erläuterungen ging der Reiter mit dem Hinweis aus dem Weg, dass er keine Lust auf Diskussionen hat.

Ich habe mich vor ca. einer Woche per E-Mail an den Bärenpark gewendet, um zu erfahren, wie der Bärenpark zu dieser Aktion steht und ob auch weiterhin Feste stattfinden werden, bei dem dressierte Tiere zur Schau gestellt werden. Die Antwort ist bisher noch offen.

Mit Ausnahme vom Indianerfest war es ein lehrreicher Tag. Hier ein Video vom Tag. Leider etwas verwackelt:

P16JJIPWDaU

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