Plastik vermeiden / Plastik-Alternativen [Video]

2016-11-20T15:12:57+00:00 20.11.2016|Categories: Videos|Tags: , , , |

Einmal den Einkauf ausgepackt und schon wird es wieder Zeit den Müll für den gelben Sack runterzubringen. Es ist Wahnsinn, wie viel Plastikmüll zusammenkommt – selbst wenn man darauf achtet, dass nicht alles in Plastik eingepackt ist.

Doch warum ist Plastik ein Problem?

Umweltverschmutzung

Tausende Tonnen Plastikmüll gelangen jährlich in Nord- und Ostsee. Das hat verheerende Auswirkungen auf die Natur und die Tiere. Laut Umweltschutzorganisation sterben jährlich 100.000 Meeressäuger und 1.000.000 Seevögel an einem Plastiktod. Entweder sie fressen das Platik, was zum verhungern führt oder sie verheddern sich im Plastikmüll.

Plastik baut sich erst nach 350-400 Jahren ab, vorher zerfällt es zu Mikroplastik. Laut WWF schwimmen bereits heute durchschnittlich 46.000 Plastikteile in einem Quadratkilometer Meer.

Gesundheitsrisiko

Der Ausgangsstoff von Plastik ist Erdöl. Damit Plastik die gewünschten Eigenschaften hat, werden Weichmacher, Stabilisatoren, Flammschutzmittel und Füllstoffe beigemischt. Besonders die Chemikalie BPA (Bisphenol A) ist in vielen Plastikgegenständen enthalten. BPA kann sich vom Packungsinhalt lösen und in die Nahrung übergehen, wenn das Plastik erhitzt wird. Dies kann aber bspw. schon passieren, wenn man die Wasserflasche im Sommer im Auto liegen lässt. Studien haben gezeigt, dass BPA zur Beeinträchtigung der Fortplanzungsfähigkeit führen kann – auch Diabetes, Leberprobleme und Herzkreislauferkrankungen kann BPA fördern.

Verstecktes Plastik

Nicht nur die vielen Plastikflaschen, sondern auch Kosmetik kann Kunstoff enthalten. So findet man es in Shampoos, Peelings, Make-ups usw.

Plastik vermeiden

Hier ein paar Tipps, wie man Plastik vermeiden kann:

  • Plastikflaschen vermeiden: Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist so gut, dass man das Wasser aus der Leitung eigentlich bedenkenlos trinken kann. Um es mitzunehmen, kann man sich einfach eine Glasflasche zulegen.
  • Plastikdosen vermeiden. Für die Stulle oder den Salat zum Mitnehmen gibt es z.B. Edelstahl-Behälter von ECO: https://www.ecobrotbox.de/
  • Zahnbürsten aus Bambus benutzen. Diese gibt es bspw. von Hydrophil
  • Obst und Gemüse im BIO-Laden holen: Nicht nur die Qualität ist dadurch besser, sondern das Obst und Gemüse wird im BIO-Laden meist auch unverpackt angeboten. Für den Transport eignen sich Stoffbeutel oder Einkaufskörbe. Einige BIO-Läden in Magdeburg sind hier zu finden: http://www.magdeburg-vegan.de/directory/categories/einkaufen
  • Unverpackt-Läden nutzen: In einigen Städten gibt es diese bereits und auch in Magdeburg wird demnächst ein Unverpackt-Laden eröffnen. Alle Infos dazu sind hier zu finden: https://www.facebook.com/frau.ernas.loser.lebensmittelpunkt
  • Kosmetik ohne Plastik verwenden: Generell wechselt man die Kosmetik nicht all zu oft, so dass es sich lohnen kann beim Hersteller nachzufragen. Alternativ kann man Kosmetik auch selbst herstellen. Infos darüber findet man im Internet und bald auf unserer Seite.

Weitere Infos

Diese Seite soll nur einen ganz kleinen Überblick bieten. Wer sich mehr mit dem Thema auseinandersetzen möchte, sollte sich den Film Plastic Planet anschauen. Hier könnt ihr ihn kostenlos streamen: http://www.bpb.de/mediathek/187448/plastic-planet

plastic-planet

Einen guten Einblick, auch in die gesundheitlichen Aspekte, gibt der Bericht „Das Experiment – Leben ohne Plastik“. Diesen Versuch kann man sich bei Youtube anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=G4xlK4qm-Mw

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